Der Johanniter Weihnachtstruck macht Station in Kitzingen

Wann:
19. Dezember 2015 um 11:00 – 15:00
2015-12-19T11:00:00+01:00
2015-12-19T15:00:00+01:00
Wo:
Platz der Partnerstädte
Kitzingen
Deutschland

Kitzingen ist der einzige Halt des Weihnachtstruckers  in Unterfranken

Johanniter-Weihnachtstruck kommt nach Kitzingen
Bayernweite Aktion bringt Pakete für hilfebedürftige Menschen nach Osteuropa
Kitzingen
Bis zum 23. Dezember sammeln die Johanniter bayernweit Päckchen für
bedürftige Kinder, Jugendliche, alte Menschen und Menschen mit Behinderung in Albanien,
Bosnien und Rumänien. Eine unterfrankenweit einmalige Besonderheit trifft während der
Aktion auf Kitzingen zu. „Wir freuen uns riesig, dass einer der großen Trucks nach Kitzingen
kommt, sodass die Pakete persönlich auf den Lkw verladen werden können“, kündigt
Pressesprecher Christoph Fleschutz von den Johannitern in Unterfranken an. Am Samstag,
den 19. Dezember, wird ein Johanniter-Weihnachtstruck von 11 bis 15 Uhr vor dem
Landratsamt in Kitzingen haltmachen und die Ladefläche öffnen. Ehrenamtliche Helfer
werden da sein und von ihren Erlebnissen bei der bayernweiten Hilfsaktion erzählen. Seit
über 20 Jahren tragen die Pakete dazu bei, die größte Not der Menschen in Südosteuropa
ein wenig zu lindern und ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung zu setzen.
„Auch in Kitzingen beteiligen sich zahlreiche Kindergärten, Schulen, Unternehmen und
Privatpersonen seit Jahren an der Aktion und möchten das auch in diesem Jahr tun“, weiß
Ralph Knüttel, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Unterfranken. „Diese
Hilfsbereitschaft und dieses Engagement wollen wir weiterhin unterstützen, auch wenn wir
derzeit natürlich sehr aktiv in der Flüchtlingsarbeit sind.“ Er ergänzt: „Die Not der Menschen
in unseren Zielregionen besteht weiter, ungeachtet der aktuellen Entwicklungen hier bei uns
in Deutschland. Wenn die Wintermonate nahen, steht Tausenden von Menschen in
Südosteuropa eine besonders schwere Zeit bevor. Viele von ihnen leiden unter Armut. Sie
leben in ärmlichen Verhältnissen und sind klirrender Kälte ausgeliefert und leiden Hunger.
„Das Geld reicht oft kaum für das Allernötigste, denn Gas und Lebensmittel sind horrend
teuer. Wir haben Kinder erlebt, die monatelang nur von Milch und Brot leben mussten“,
berichtet Fleschutz. Er begleitete den Johanniter-Weihnachtstrucker im letzten Jahr nach
Bosnien und überreichte die liebevoll gepackten Pakete aus Unterfranken. „Dinge wie
Hygieneartikel, Süßigkeiten oder gar Spielwaren sind für die meisten der sozial schwächer
gestellten Menschen dort ein unerreichbarer Luxus.“
Jedes der Päckchen – im vergangenen Jahr waren es 51.000 – enthält 3 kg Zucker, 3 kg
Mehl, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 1 Liter Speiseöl in Plastikflaschen, 3 Packungen Multivitamin-
Brausetabletten, 500 g Kakaogetränkepulver, 2 Duschgel, 1 Handcreme, 2 Zahnbürsten und
2 Tuben Zahnpasta sowie als Highlights 3 Packungen Kekse, 5 Tafeln Schokolade und ein
kleines Geschenk für Kinder (Malbuch oder -block, Malstifte). Die einheitliche Packliste soll
helfen, die Hilfspakete möglichst gleichwertig zu machen. Zudem werden Probleme am Zoll
vermieden. Die Pakete können bei allen Dienststellen der Johanniter in Bayern und in allen
bayerischen Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl abgegeben werden.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag werden sie vom zentralen Startplatz in Landshut aus mit vier
großen Konvois nach Albanien, Bosnien und Rumänien gebracht und dort in
Zusammenarbeit mit langjährigen, zuverlässigen Partnerorganisationen an Schulen, Kinder-,
Alten- und Behindertenheimen sowie in abgelegenen Bergdörfern persönlich verteilt.
Hunderte von überwiegend ehrenamtlichen Helfern aus Deutschland und in den Zielländern
sind am reibungslosen Ablauf dieser alljährlichen Verteilaktionen beteiligt. Darunter rund 80
Lkw-Fahrer, die sich auch in ihrem Weihnachtsurlaub freiwillig ans Steuer setzen, um
Tausende Kilometer langen Fahrten über teils schlecht ausgebaute Straßen auf sich zu
nehmen und eigenhändig bei der Verteilung der Päckchen zu helfen. „Wer einmal als Fahrer
dabei war und gesehen hat, wie groß die Not und Dankbarkeit der Menschen dort ist, der
fährt meist immer wieder mit. Viele melden sich bereits im Frühjahr und fragen, ob sie wieder
dabei sein können“, berichtet Miriam Wolf, die die bayernweite Aktion koordiniert.
Informationen zu den einzelnen Sammelstellen und zum Spendenkonto gibt es online unter
www.johanniter-weihnachtstrucker.de und www.facebook.com/JohanniterWeihnachtstrucker